Lanzarote - Leben und arbeiten auf dem Vulkan

 

Innerhalb weniger Jahrzehnte hat sich eines der Armenhäuser Europas in eine blühende Touristeninsel verwandelt. Der normannische Seefahrer Juan Betancourt, der im Jahre 1402 das Eiland besuchte, hätte selbst mit der visionären Kraft eines Jule Verne nicht vorhersehen können, was sich heute auf dieser Insel abspielt.

Insel um die Feuerberge
Schon damals war die Insel durch ihren vulkanischen Ursprung und eine karge Natur geprägt. Ihre gegenwärtige topografische Gestaltung erhielt sie erst in den Jahren 1730 bis 1736 als sich die Erde auftat und ihr mit dem Ausstoss gewaltiger Massen an Lava und Vulkanasche ein neues Gesicht verlieh. Nach dem damals speienden Vulkan Timanfaya ist der heute vielbesuchte Nationalpark in den Feuerbergen benannt.

Wandel und Ursprünglichkeit auf Lanzarote
Es ist der Tourismus, der die sprunghafte Entwicklung auf dieser sonnenverwöhnten Insel nahe der westafrikanischen Küste in Gang gebracht hat. Er hält das Rad für Wohlstand und einer leider monokulturellen Entwicklung am Laufen und hat die ehemals bäuerlichen Sozialstrukturen völlig umgekrempelt und somit auch das Landschaftsbild einschneidend verändert.

Noch bewahrt sich die Insel eine gute Portion Ursprünglichkeit, und wenn man die künstlichen Sonnenstädte Costa Teguise, Puerto del Carmen und Playa Blanca hinter sich läßt, kann man auf eine faszinierende Entdeckungsreise gehen. Einsame Strandbuchten, verschwiegene Wanderwege, Kletterrouten, Tauchgänge in fischreichen Revieren, Surfen, Skyten, Drachenfliegen, Rennrad, Mountainbike und Reiten sowie ein Besuch auf den kleinen Nachbarinseln La Graciosa und Los Lobos bereichern jeden Lanzaroteurlaub.